Unterbringung:

Je kleiner ein Igel ist, desto weniger Platz braucht er, soll er haben! Bedenken Sie, dass er normalerweise mit seiner Mutter und mit ca. 5 Geschwistern in einer kleinen Nestmulde liegt. Das bedeutet Geborgenheit.  Viel Platz ist daher Stress, eben weil Verlust der Geborgenheit. Ganz schlimm ist es, Igelkinder immer wieder zwischendurch in den Garten „zum Laufen“ zu setzen. Das ist Stress pur und kann sich sehr negativ auf den Allgemeinzustand auswirken. „Draussen“ ist fremd, riecht anders, ist besonders im Herbst kalt und es bedeutet „Gefahr“!

 

Wie auch weiter unten beschrieben, sind die Haupttätigkeiten eines Igels schlafen – fressen – koten. Läuft er herum, hat er Hunger, Bauchweh oder bekommt bereits schlecht Luft (Lungenparasiten und damit Entzündungen).

Erst im Frühjahr kommt noch der steigende Hormonspiegel, die beginnende Geschlechtsreife dazu. Aber da gehts dann eh schon ins Freigehege und in die große Freiheit.

 

Die oft im Netz zu findenden 2 m² pro Igel sind in keiner Igelstation vorhanden! Trotzdem oder gerade deshalb werden dort mehr Igel durchgebracht, als bei Leuten, die die Igel ein paar Stunden am Tag laufen lassen. Ein Käfig mit 100  x 50 cm = 0,5 m² ist völlig ausreichend. Gerade im Herbst vermeidet jeder Igel instinktiv jede Bewegung, um mehr und schneller Fett für den Winterschlaf anzusetzen.

 

Also nochmals: lassen Sie bitte den Igel in der Mörtelwanne bzw. dann im Käfig! Setzen Sie ihn maximal während der Putzarbeit in eine Schachtel und dann gleich wieder zurück in „sein Revier“, zu seinem Geruch! Igel brauchen nicht den oft kolportierten „Auslauf“ , sondern Ruhe und Geborgenheit.

Bitte daher auch keine Putzmittel verwenden, nur heisses Wasser. Igel verweigern meistens einen ganzen Tag/Nacht die Nahrungsaufnahme, wenn ihre Umgebung plötzlich anders riecht.

 

Vermeiden Sie bitte auch ein herumtragen, spielen. „äusserl gehen“ durch und mit Kindern! Igel sind Wildtiere, die sehr leicht gestresst sein können. Sie zeigen es aber erst durch Gewichtsabnahme oder Tod!

 

Auch Besuche in Kindergärten und Schulen sind für diese Wildtiere mit enormen Stress verbunden, deshalb auch nach dem TSchG VERBOTEN !