Einstreu:
Hobelscharten = Pressstreu = grobe Sägespäne = Kleintierstreu = Pferdeeinstreu
Diese weiche, saugfähige Streu ist in fast jedem Supermarkt in Kleinpackungen erhältlich. Es gibt sie aber auch in Großpackungen zu 20 kg als Pferdeeinstreu. Pressstreu wird aus unbehandeltem Weichholz hergestellt und ist entstaubt, damit es auch für Allergiepferde verwendet werden kann. Was für edle, staubempfindliche Lippizaner gut ist, kann für unsere Igel nicht schlecht sein, oder?
Bei der Pflege auf Hobelscharten/Pressstreu kommt es auch nicht so oft zur Eigeninfektion. Denn auf Zeitungspapier laufen die Tiere immer wieder durch die eigenen Exkremente und lecken sich dann die Pfoten. So oft kann man das Papier gar nicht wechseln, dass dies nicht der Fall wäre. Bei Hobelscharten wird der Kot und Urin gleich ein bisschen aufgesaugt und abgedeckt und somit ist kein starker direkter Kontakt mehr gegeben. Es stellt sich auch die Frage, ob Druckerschwärze oder die Farbstoffe von Zeitungspapier den Igeln schaden können.
Wenn ein Igel Verstopfung hat, dann nicht wegen der Hobelscharten!!
Leider hält sich dieses Ammenmärchen noch immer. Besonders kleine oder kranke und neue Igel wollen sich dringendst vergraben, um ein Sicherheitsgefühl zu haben. Auf Zeitungspapier haben sie Streß. Wenn eine Kotprobe genommen werden muss, oder man ihn beobachten will, kann man kurzfristig auch zerrissenes Küchenpapier, WC-Papier verwenden.
In den Hobelscharten kann auch sehr gut die natürliche Futtersuche nach Würmern geübt werden. Das ist gleichzeitig eine nette Beschäftigung für den Igel.
Bitte keine Katzenstreu verwenden!!! Auch Sägemehl, Pellets, Laub, Stroh und Heu sind für die Aufzucht und besonders in der ersten Zeit der Pflege nicht geeignet!
